Chronik 1933 bis 1947
25. März 1933 Gründung der Abteilung
In den Amtsblättern von Aadorf und Tänikon wird bekanntgegeben, dass eine katholische Pfadfinderabteilung unter der Leitung von Hw. Herr Pfr. Sprecher in Tänikon gegründet werden soll. Schon acht Tage später finden die ersten Übungen mit etwa 20 Knaben statt. Die ersten zwei Fähnli waren Adler mit Gruppenführer Herman Scheurig und Hirsch mit Gruppenführer Gaston Küenzli.
Was die damaligen Pfader im Jahre der Gründung noch unternahmen bleibt wohl ihr Geheimnis. Denn im Archiv ist nur noch ein kleiner Bericht vom Pfingstausflug nachzulesen, der mit dem Velo über Aadorf - Frauenfeld - Weinfelden - Wil - Sirnach - Tänikon führte.
1934
Im Jahre 1934 führte die neue Abteilung zum ersten Mal einen Unterhaltungsabend durch, wobei sie damals die stolze Summe von 125 Franken einnahm. Mit diesem vielen Geld wurde ein Zelt gekauft, das sie natürlich gut gebrauchen konnte.
Im Frühling kommen acht neue Mitglieder dazu, die das neue Fähnli Tiger mit Gruppenführer Alfred Zuber bilden.
1936
Während unser Archiv über das Jahr 1935 schweigt, wissen wir über 1936 etwas mehr. Unter der Leitung von Hw. Herr Pfr. Sprecher fand die Pfingstmontagswanderung statt. Mit Leiterwagen und Gepäck machten sich die Pfader auf den weg nach Turbenthal. Dort assen sie die mitgenommenen Würste und kochten Suppe. Nach einer ausgiebigen Siesta machten sie sich auf den Heimweg.
Im Herbst gab es eine Theateraufführung des Stücks «D'Gais» mit folgendem Inhalt.
Hanspeter, ein Sohn reicher Eltern, bekommt vom Vater fürs Pfadfinderlager eine Hunderternote mit der Bedingung, recht sparsam damit umzugehen. Als die Väter ihre Söhne im Lager besuchen wollen, regnet es so stark, dass sie am Bahnhof übernachten müssen. Zur selben Zeit ereignet sich in der Nähe des Pfadilagers ein Unglück. Einer alten Frau hat es den Stall samt der Gais fortgeschwemmt. Als Hanspeter das mitbekommt, kauft er der Frau ohne zu zögern mit seinen hundert Franken eine neue Gais.
Im November führen die Pfader unter der Leitung von Josef Häni ein Ferienlager in Au durch.
1937
Unter der Leitung von Josef Häni und Martin Zehnder findet in Mühlrüti ein Week-End statt.
1938 bis 43
Von diesen Jahren liegen uns leider keine Berichte vor. Wie aus dem Archiv zu entnehmen ist, wurde am
8. Juli 1944
zur «Renaissance» der katholischen Pfadfinderabteilung Tänikon gerufen.
Gründungsschreiben von Abteilungsleiter (AL) Karl Häni:
«Nach einem zweijährigen Unterbruch gründete ich im Einverständnis von Herr Pfr. Sprechermit neun 10-12jährigen Knaben von Guntershausen und Ettenhausen eine Pfadfinderabteilung. Bis jetzt habe ich acht Übungen abgehalten, bei denen die Buben begeistert mitmachten. Die Namen der Pfadfinder sind:
| aus Guntershausen: | Traber Bruno, Michel Josef, Weber Hugo, Fink Wilfried |
| aus Ettenhausen: | Zehnder Peter, Zehnder Bruno, v. Siebenthal Herbert, Hardegger Engelbert |
| aus Maischhusen: | Raschli Hans |
Mein Ziel ist, aus dieser Jungen Abteilung eine neue Generation zu gewinnen.
Guntershausen, den 24. September 1944»
Da nun die neue Abteilung gegründet ist, führt sie im Oktober ein Ferienlager Turbenthal durch. Auch diesmal meint es Petrus mit Pfadis nicht so gut, denn es regnet wieder einmal wie auch in den Jahren zuvor.
1945
Anfang des Jahres entschliessen sich Karl Häni und Albert Engeler, eine Rovergruppe zu Gründen. Am ersten Höck, den sie abhalten, sind fünf Knaben anwesend, und sie erhalten einen Pfadinamen.
Hans Hermann/ Fino, Leo Zehnder/ Löi, Karl Häni/ Töff, Albert Engeler/ Stuka
Das Pfingstlager unter der Leitung von K. Häni findet in Tannegg statt.
1946
Es eine grosse Ehre für die Tänikoner Pfader, dass ihr AL zum Bezirksfeldmeister (Bfm) gewählt wird.
Am 13./14. Juli wird in Bürglen der Pfadertag durchgeführt, wobei die Tänikoner Pfader den 18. Rang belegen.
1947
Aus diesem Jahr liegt uns leider nur ein Bericht vom Kantonaltag in Kreuzlingen vor.
Giuseppe Annunziata v/o Gispel



