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Chronik 1990 bis 1999

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Die 90iger Jahre

Dieses Jahrzehnt brachte neben der normalen Weiterentwicklung und Anpassung an die laufende Zeit ein paar Änderungen in der Pfadi Orion. Der grösste Meilenstein ist sicher die Fusion der Knaben-Abteilungen Orion und Mädchen-Abteilung Lützelmurg im Jahr 1997.
 

1990

SoLa Pfinwald Leuk VS

1991

Ein Höhepunkt dieses Jahres war das Wanderlager der 2.Stufe. Während zwei Wochen waren die Pfadis unter dem Motte Landstreicher in verschiedenen Teilen der Schweiz unterwegs, mit Zug, Bus, Schiff und natürlich zu Fuss. Insgesamt hatte am Lagerende jedes einzelne Paar Wanderschuhe über 100km mehr auf dem Tacho! Speziell an diesem SoLa war zudem, dass fünf russische Kinder und ein Dolmetscher daran teil nahmen! Anschliessend waren die Kinder noch eine Woche in Gastfamilien untergebracht.

1992

In der 2.Stufe werden die beiden Stämme Pegasus und Apollo zusammengelegt. Der neue Stamm heisst Atlantis und umfasst drei Fähnli (statt bisher vier). Jedes Fähnli trägt den Namen eines Wirbelsturms: Taifun, Tornado und Chinook.

Das Sommerlager ist unter dem Namen Corpataux II in die Geschichte eingegangen. Die Pfadis verbrachten eine stark verregnete Woche auf dem gleichen Platz wie im Jahr 1987. Was bestimmt nicht so schnell vergessen gehen wird ist die Episode mit dem Lastwagen, der mit Hilfe eines Spannsets und einem starken Baum vor dem Abrutschen bewahrt wurde!

1993

Das 93gi war das grosse Jubiläumsjahr. Wir feierten 60 Jahre Pfadi Aadorf/Tänikon.
Zu den verschiedenen Höhepunkten in diesem Jahr gehörte sicher das Abteilungs-Pfingslager in Wilen bei Wil. Die Wölfe durften die Pfadis begleiten und in den Zelten übernachten. Das abwechslungsreiche Programm war gut auf die grosse Altersspanne der Teilnehmer abgestimmt und machte sichtlich Spass.
Der grösste Höhepunkt war jedoch das offizielle Jubiläumsfest im September. Neben den Aktiven, deren Familien und Freunde, waren auch viele Ehemalige eingeladen. An diesem Fest wurde auch der Grundstein zur Gründung des Altpfadfinder Vereins Aadorf (kurz APV) gelegt.

1994

Zum ersten Mal wurde das Pfingstlager zusammen mit der Mädchenpfadi Aadorf durchgeführt. Es war geplant, dass man auf einer Lichtung in der Nähe des Schlosses Sonnenberg die Zelte aufschlagen wollte. Das schlechte Wetter im Vorfeld verwandelte die Wiese jedoch in einen See und so mussten wir mit der Militärunterkunft Wängi vorlieb nehmen. Es war trotzdem ein erfolgreiches Lager, so dass seit damals keine getrennten Lager mehr statt fanden.

Das Highlights dieses Jahres war bestimmt das Bundeslager. Nach 14 Jahren ohne BuLa ist endlich wieder ein tolles Lager auf die Beine gestellt worden. Unter dem Motto CUNTRAST lebten 20'000 Pfadi verteilt in 10 Unterlager für zwei geniale Wochen zusammen. Das ganze fand im Napfgebiet statt, was zu schönen Ausflügen und Unternehmungen einlud. Aber auch der Kontakt zu anderen Abteilungen war sehr interessant. Rundum eine gelungene Sache! Hoffentlich geht's bis zum nächsten BuLa nicht wieder so lange!

Gute Neuigkeiten gab es auch für die 4.Stufe. Die Rotte Strossepfohl war schon eine weile auf der Suche nach einem eigenen Raum, wo man sich treffen und lustige Stunden zusammen verbringen konnte. Unsere Wünsche wurden mehr als erfüllt. Die Firma Fuchs erklärte sich bereit, uns eine alte Wohnung, die nicht mehr vermietet werden konnte, zur Verfügung zu stellen. Unter der Auflage, wenn das Haus mal abgerissen werden sollte, müssten wir widerstandslos ausziehen. So hatten wir nicht nur ein Raum, sondern eine ganze Wohnung mit Küche, Bad/WC, Ess-, Wohn-, Arbeits- und Schlafzimmer! Durch Inserate fanden wir genügend Möbel, um uns im Roverhaus ein gemütliches Zuhause einzurichten. So verbrachten die Rover und Leiter viele lässige Anlässe und Höcks dort.

Das Herbstlager der Wölfe fand in der Villa Kunterbunt oberhalb Schwanden GL statt. Im und um das geniale Lagerhaus bot das Leiterteam ein abwechslungsreiches und spannendes Programm. Nach der schönen, aber strengen Wanderung waren auch die lautesten Wölfe etwas ruhiger!

1995

Anfang Jahr übernahmen Cornel Nater v/o Mus und Stefan Meissner v/o Gimpel von Hanspeter Frischknecht v/o Tschiggo die Abteilungsleitung. Zum ersten Mal wird das Amt des Abteilungsleiters durch zwei geteilt.

Im Februar fand im Roverhaus die erste Roverwohnwoche statt. Sieben Rover bildeten für eine Woche zusammen eine Wohngemeinschaft. Solche Wohnwochen wurden in den nächsten Jahren in den verschiedensten Arten und mit den verschiedensten Leuten durchgeführt: von der Raider- über die Leiter- bis zur Bahnwohnwoche gabs so ziemlich alles!

Am Sommerlager in Domat/Ems nahmen nicht nur die beiden Aadorfer-Abteilungen sondern auch die Mädchen-Abteilung Rhy aus Diessenhofen teil. Auf dem sehr idyllischen Lagerplatz hatten wir uns gut eingerichtet mit Dusche, 2WC-Kabinen, Kiosk, Kühlschrank, Sarasani und einer luxuriösen Küche mit Steckdose!

Die Orion-Wölfe reisten im Herbst zusammen mit den Lützelmurg-Bienli nach Kreuzlingen um dort eine tolle Lagerwoche zu verbringen. Das war das erste geschlechtergemischte 1.Stufen-Lager. Obwohl die Knaben stark in der Überzahl waren, gab es keine grösseren Probleme und auch für die Mädchen war es ein schönes Erlebnis.

1996

Da das letzte SoLa mit Diessenhofen so erfolgreich gewesen war und gute Kontakte entstanden waren, führten die gleichen drei Abteilungen im 1996 ein gemeinsames Herbstlager durch. Das Ziel der Reise war Gysenstein BE, ein kleines Dörfchen mit einem grossen Lagerhaus. Das Leiterteam stellte eine Familie dar, in der alle LeiterInnen eine feste Rolle spielten. Diese wurden teilweise auch ins Programm miteinbezogen, wie z.B. ins allseits beliebte Krimispiel.

Aus Mangel an 1.Stufen-LeiterInnen konnte in diesem Jahr kein Lager für die Wölfe und Bienli durchgeführt werden. Das Lagerleben musste auf zwei Wochenende konzentriert werden.

1997

Nach langen Verhandlungen wurde an den Generalversammlungen der Abteilungen Orion und Lützelmurg über die Fusion der beiden Abteilungen abgestimmt. Mit klarem Resultat entschied man sich so für eine gemeinsame Zukunft. Da der Name Orion für die neue Abteilung beibehalten wurde, entschied man sich, als Entschädigung für die Mädchen, das Halstuch der Lützelmurgerinnen zu behalten.

Im Sommer wurde ein Lagerprojekt für die 1. und 2. Stufe in Stein AR durchgeführt. Die Pfadi wohnten in Zelten am Ufer der Sitter, währenddem die Wölfe und Bienli im nahegelegenen Störgel-Lagerhaus untergebracht waren. So konnten wir einige Programmblöcke gemeinsam durchführen und einmal täglich zusammen essen. Trotz des mehrheitlich positiven Echos blieb es bei diesem einen Versuch.

1998

Nach drei Amtsjahren geben Mus und Gimpel das AL-Amt an Christian Nater v/o Topolino weiter.

Die 1.Stufe SoLa Neukirch-Egnach.
SoLa Giswil OW

1999

Einweihung GdZ
Raider Neugründung
SoLa Saignelégier JU
HeLa Wilen OW
Roverhaus ade

Christian Nater v/o Topolino